
März 2005:
Hautschutz - Schau mir (nicht) auf die Hände, Kleines!
Raue, schmutzige und rissige Haut gehört bei dir zum Berufsalltag? Schade, denn erstens ist raue Haut alles andere als sexy und zweitens wird aus rauer Haut ganz schnell kranke Haut.Gepflegte Haut: Von wegen Weiberkram!
In unzähligen Berufen hat man mit Arbeitsstoffen zu tun, die der Haut, besonders an den Händen, schwer zusetzen. Egal ob Maurer, Maler und Lackierer oder Metallarbeiter: Ekzeme und Allergien sind auf dem Vormarsch und stoppen so manche Handwerkerkarriere schon nach wenigen Berufsjahren. next zeigt euch, wie ihr mit heiler und „schöner“ Haut davonkommt.Die Hau(p)t-Feinde lauern hier:
- Umgang mit rauen Materialien, zum Beispiel mit Putz, Sand und Steinen
- Mechanische Belastungen, die zur Schwielenbildung führen
- Ständiges Arbeiten mit Wasser oder mit feuchten Händen, zum Beispiel unter Handschuhen Umgang mit Laugen, zum Beispiel Zement, Kalk
- Kontakt mit Löse- und Reinigungsmittel und Kühlschmierstoffen
- Kontakt mit Allergie auslösenden Stoffen wie chromathaltigem Zement, Epoxidharzen und anderen Kunstharzen
- Ungünstige Witterungseinflüsse, UV-Strahlen, Feuchtigkeit.
Eine gesunde und geschützte Haut wird mit diesen Gefährdungen fertig.
Problematisch wird die Sache dann, wenn aufgrund mangelnden Schutzes oder schlechter Pflege die Haut ganz allmählich trocken, spröde und rissig wird. Sie verliert dann Schritt für Schritt ihre natürliche Schutzfunktion und Schadstoffe können schneller und vor allem tiefer eindringen. Die Folge sind Hauterkrankungen, die sich zum Beispiel durch juckende, gerötete Hautstellen, Schwellungen, Bläschenbildung und nässende Wunden oder Krusten äußern können. Werden solche Alarmsignale nicht ernst genommen und medizinisch behandelt, können sich recht schnell abnutzungsbedingte Hauterkrankungen, zum Beispiel Ekzeme, entwickeln. Von da ist es nur ein kleiner Schritt zu oftmals chronischen, allergisch bedingten Hauterkrankungen. Und die können durchaus das Aus in diesem Beruf bedeuten.
Schützen, schützen, schützen
Damit es gar nicht erst so weit kommt, ist konsequenter Hautschutz in vielen Berufen ein absolutes Muss! Und der funktioniert so:
Vor dem Arbeiten schützt man seine Haut mit Hautschutzmitteln, die die natürliche Barrierefunktion der Haut unterstützen sollen. Diese Salben oder Cremes sollen einen schützenden Film auf der Haut bilden, das Eindringen schädigender Stoffe verhindern und die Hautreinigung nach Arbeitsende erleichtern. Sie sind aber nur dann wirksam, wenn sie ganz genau auf den jeweiligen Arbeits- bzw. Schadstoff oder die spezielle Belastung abgestimmt sind. Ein Universalmittel nach der Devise „Eins für alle Fälle“ gibt es nicht!
Das heißt:
• Bei wassermischbaren Arbeitsstoffen (z.B. beim Umgang mit Mörtel, Desinfektionsmitteln oder bei Arbeiten im Feucht- und Nassbereich) ist eine wasserabweisende Hautschutzsalbe erforderlich: Die bezeichnet man als W/O-Emulsion (Wasser-in-Öl).
• Bei nicht wassermischbaren Arbeitsstoffen (z.B. bei Arbeiten mit Ölen, Fetten, organischen Lösemitteln, Oberflächenreinigern) ist eine öl- und fettabweisende Hautschutzsalbe erforderlich: Die heißt O/W-Emulsion (Öl-in-Wasser).
• Bei mechanischen Belastungen helfen rückfettende Salben und Cremes. Sie halten die Haut widerstandsfähig und elastisch.
• Bei Arbeiten unter natürlicher oder technischer UV-Strahlen-Belastung braucht man Schutzmittel mit ausreichend hohem Lichtschutzfaktor.




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